Nachfolgend sind
einige Tipps und Tricks genannt, die
das Leben mit einer 1VJ/3AJ-Ténéré
etwas leichter
gestalten können. Diese Liste
wird sicher noch länger... :-)
Deshalb freue ich mich über jede Anregung, Ergänzung
usw.
Inhalt:
Tank, Benzin & Reserve: das leidige
Thema Benzinpumpe
Jeder 1VJ/3AJ-Fahrer kennt das Problem: erkennt man während
der
Fahrt
zu spät, das auf Reserve umgeschaltet werden muß
oder ist
(aus
welchen Gründen auch immer) nicht schnell genug mit dem
Umschalten,
hat man ein Problem: die Kiste bleibt einfach stehen und will ums
verrecken
nicht mehr anspringen! Und das, obwohl noch gut 2,5l Sprit im Tank
sind!
Schuld an der ganzen Misere trägt diese elende,
unterdruckgesteuerte
Benzinpumpe. Dieses Ding gibt es, weil die letzten unteren paar
Zentimeter
der beiden Tankseiten
unter Schwimmerkammerniveau
liegen.
Folgende
Tricks helfen weiter:
- Grundsätzlich ganz wichtig beim
Umschalten auf Reserve
(bei
1VJ): auf
keinen Fall einfach nur den linken Hahn auf Reserve drehen, sondern immer
zuerst den rechten Benzinhahn schließen
und erst danach
den linken Benzinhahn auf Reserve drehen!!
Wer diesen
Rat beherzigt,
braucht nur einen Moment warten und kann dann i.d.R den Motor wieder
starten.
Hintergrund: bei Stellung der
Bezinhähne auf "Normal"
wird die rechte Tankseite weitgehend leergepumpt
(weil es dort
- zumindest bei der 1VJ - keine
Reserve gibt), während in der linken
Tankseite der Pegel
zunächst
nur bis zur Reservehöhe absinkt, es entsteht also eine Höhendifferenz.
Stellt man nun einfach den linken Hahn um auf Reserve, so
strömt
sofort
Benzin durch den Schlauch in die rechte Tankseite, bis sich beide
Füllstände
einander angeglichen haben. Die Höhendifferenz zu den
(leergelutschten)
Schwimmerkammern des Vergasers ist dann aber nicht mehr sonderlich
groß,
von allein strömt da kein Benzin mehr nach (zumal die
Bezinpumpe
den freien Bezindurchfluß sogar
behindert!). Man
verschenkt
also
schlagartig den Vorteil eines gegenüber dem Vergaser deutlich
höherliegemden
Bezinpegels. Beherzigt man aber die "goldene
Umschaltregel", kann man
sich
den deulich höheren Bezinstand in der linken Tankseite zunutze
machen
- der höhere Druck sollte genügen, Benzin durch die
Pumpe
durchzudrücken
und die Vergaser wieder aufzufüllen.
- Ist das Kind bereits in den Brunnen gefallen,
oder springt
die
Kiste trotzdem
nicht an, Shoke ziehen (auch bei warmen Motor!) um den Unterdruck im
Ansaugtrakt
zu erhöhen, einen Augenblick auf dem Anlasser rumorgeln (damit
die
Pumpe wieder Bezin in Schwimmerkammer befördert), Shoke
reindrücken
und hoffen, das die Kiste wieder anspringt!
- Alternativ (wenn die Batterie zu schwach oder leergenudelt
ist):
Benzinhähne
zu, Motorrad auf Seitenständer stellen, rechten (da
höher
liegenden)
Benzinschlauch abziehen, am Ärmel kurz trockenwischen und
kräftig
reinblasen! [blasen, nicht saugen!
]
So wird
restliches Benzin
aus der Leitung in den Vergaser gedrückt. Dann sofort Schlauch
aufstecken,
den linken Hahn auf Reserve stellen (der rechte bleibt zu!) und kicken!
(3AJ: wenn der E-Starter nicht mehr will hilft wohl nur noch
anschieben...)
Normalerweise springt der Motor sofort wieder an.
- Da ich irgendwann die Faxen dick hatte mit
dieser
Benzinpumpe,
habe
ich sie kurzerhand rausgeschmissen! (nicht vergessen den
Unterdruckanschluß
am Ansaugstutzen mit Blindstopfen zu versehen, sonst zieht der Motor
Falschluft!!!).
Beherzigt man den Tipp mit den Bezinhähnen, reicht die nutzbare
Reserve (etwa 2 Liter) durchaus noch für ca. 30 -
40km.
Jedenfalls
konnte ich bei mir keinen Reichtweitenunterschied zwischen mit/ohne
Pumpe
feststellen. Der Tank läßt sich auch ohne Pumpe bis
auf ein
Restvolumen von ca. 0,5l ausnutzen.
Man muß sich das mal überlegen: als die Pumpe noch
drin war
und ich das mit den Benzinhähnen noch nicht kapiert hatte,
konnte
ich das o.g. Theater (auf´m Anlasser orgeln / Benzinschlauch
abziehen)
teilweise alle paar Kilometer bis zur nächsten Tankstelle
wiederholen!!
Ich fahre nun seit 6 Jahren ohne Benzinpumpe, und bin seit dem nie
wieder
stehengelieben! (...was mich im nachhinein stark daran zweifeln
läßt,
ob das Ding je richtig funktioniert hat).
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Durchgebranntes Rücklichtbirnchen
Probleme mit durchgebranntem/n Rücklichtbirnchen?
Womöglich
auch noch seltsamerweise immer dasselbe von beiden? Das kommt bei
eingen Ténérés offenbar öfter
vor - Ursache:
die Plastikfassung der Birnen sitzt etwas (zu) locker im Heckrahmen.
Durch das Spiel vibriert die Birne beim Fahren sehr stark und der
Glühfaden bricht schon nach kurzer Zeit. Abhilfe: die Fassung
mit
etwas Klebeband oder ähnlichem "auffüttern" und
stramm im
Heck einschrauben (da darf nix mehr wackeln). Damit dürften
duchgebrannte Birnchen der Vergangenheit angehören.
Seitenanfang
Vollsynthetisches Motoröl, z.B. SAE 10W60
hat bis auf den höheren Preis eigentlich nur Vorteile:
wesentlich
schnellere Durchölung, extrem belastbarer Schmierfilm auch bei
hohen
Temperaturen (Getriebe!!), deutlich geringer Verschleiß.
Schließlich isses
ja ein luftgekühlter Motor, und der ist
naturgemäß viel
größeren Temperaturschwankungen ausgesetzt als ein
wassergekühlter!
Wer mehr wissen möchte: weitere Infos rund ums Öl
gibts auch
unter "Tech-Talk/Öl"
Seitenanfang
Öltemperatur, Warmfahren &
Ölthermometer
Ein Ölthermometer ist auf jeden Fall dringend zu empfehlen
(Grundsätzlich,
nicht nur für die Ténéré).
Nur so kann man
den
Motor kontrolliert warmfahren und erkennt rechtzeitig die Gefahr
übermäßiger
Motortemperatur (Autobahn!), um event. eine etwas ruhigere Gangart
einzulegen.
XT-Cockpit mit Öltemperatur-Anzeige im Gummigehäuse
Verhaltenes Warmfahren ist für eine lange Motorlebensdauer von
entscheidender Bedeutung. Gerade luftgekühlte Motoren brauchen
lange,
bis die optimale Betriebstemperatur von >80°C erreicht
ist. Bei
der
XT dauert das je nach Wetter und Luft-Temperatur schon mal 15min und
länger
(entspricht in etwa einer Strecke von 20 km). Bis 60°C halte
ich
die
Drehzahlen grundsätzlich kleiner 4000 U/min. Ab 60°C
gehe ich
beim Beschleunigen auch schon mal kurz hoch bis 4500 - max. 5000 U/min.
Und ab 80°C gibt es dann keine Gnade mehr...

.
Durch den Einbau eines Ölthermostaten kann man die
Warmlaufphase
u.U. deutlich verkürzen.
Zum Thema "zulässige Öltemperatur" findest Du noch
einige
Infos bei
Tech-Talk/Oel
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Öltemperatur und Motorschutz
Da habe ich doch nicht schlecht gestaunt als ich neulich mal ohne den
Alu-Motorschutz durch die Gegend gebraust bin: die
Öltemperatur
ist bis zu 10°C (!) niedriger als mit! Wo ich sonst so um die
90°C hatte, kam das Thermometer stellenweise kaum über
die
80°C. An kühlen Spätsommertagen hatte ich
Zeitweise
mitunter Öltemperaturen von gerademal 75°C - das gab
es vorher
so nicht. Allerdings spielt sicher speziell hier auch der Ort der
Temperaturmessung eine nicht ganz unwichtige Rolle!
Wer also über zu hohe Öltemperaturen klagt und einen
Motorschutz aus Alu durch die Gegend fährt (und nicht gerade
in
schwerem Gelände rumrüpelt), kann als Alternative
auch mal
über den vereinfachten Motorschutz der neueren XT600E
(Stahlrohr)
nachdenken. Und dann frage ich mich da noch, inwieweit auch vorn am
Motorschutz angebrachte Werkzeugbehälter einen
Einfluß auf
die (Kühl-)Luftzufuhr haben...
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Kettenschmierung
So praktisch klassisches Kettenspray auch sein mag, es hat einen
entscheidenden
Nachteil: es klebt wie Sau. So bleibt es zwar weitgehend an der Kette,
aber
Staub, Sand etc. bleiben ebenso zuverlässig dran kleben! Ob
diese
Schmiergelpaste für die Lebensdauer der Kette, Ritzel und
Zahnrad
so förderlich ist, wage ich zu bezweifeln... Ich habe
eigentlich
gute
Erfahrung mit hochviskosem Getriebeöl (SAE >75)
gemacht,
welches mit
Hilfe eines
kleineren Malerpinsels dünn
auf der Ketten
innenseite
aufgetragen wird. Durch die Fliehkraft beim Fahren gelangt das
Öl
so auch zwischen die O-Ringe. Einzige Nachteile dieser Lösung:
man
muß es halt etwas öfter machen (wenn die Kette nicht
mehr
ölig
glänzt, so alle 500 bis 1000km) und event. nach der ersten
Fahrt
mal
mit einem weichen Lappen über die Felge putzen (die dann aber
wie
neu aussieht :-). Auf diese Weise habe ich mit ein und demselben
Kettenkitt
mittlerweile 40.000km zurückgelegt!
Derzeit teste ich alternativ auch mal das "Dry-Lube"-Kettenspray auf
Teflonbasis (gibts u.a. beim Gericke oder Polo)
Nach zwei Jahren Test kann ich nur sagen: spart Euch das Geld!
Den
Grund kannst Du hier!
nachlesen.
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Kurbelgehäuseentlüftung &
Kettenschmierung II
Immer wieder habe ich mich über die versauten Vergaser und
Öl
am
Federbein geärgert, da die
Kurbelgehäuseentlüftung zwar
zunächst in den
LuFiKasten geht, aber der kleine Schnuddel direkt daneben das
angesammelte Öl einfach kommentarlos rausrotzt!
Irgendwann hatte ich die Faxen (und das Putzen) satt und habe einfach
anstelle des Schnuddels
einen längeren, durchsichtigen PVC am Lufi-Kasten aufgesteckt
und
den
Schnuddel am anderen Ende wieder angesetzt. Der Clou dabei: Der
Schlauch
ist so bemessen, das der Schnuddel jetzt in der Nähe des
Ritzels
direkt
über der Kette endet - und somit das rausgerotzte
Motoröl
automatisch
die Kette schmiert!
Hinweis: Wenn nach diesem "Umbau" plötzlich die Kiste beim
Stehen
ab und
an mal ein Öl-Tropfen auf den Boden kleckert, sollte man
zuerst
mal schauen,
ob das nicht aus dem Schnuddel kommt - Je nach Fahrweise, Temperatur
und
Motorzustand scheint doch der eine oder andere Milliliter an
Öl
durch die
Kurbelgehäuseentlüftung zu entweichen; der Kette
scheint es
jedenfalls
nicht zu schaden...
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Kettenspannung
Genauso wichtig wie die regelmäßige Schmierung
für
die Lebensdauer einer Kette ist deren korrekte Spannung. Die Angaben in
der Bedienungsanleitung sind grober Unfung. Die Kettenspannung ist dann
richtig, wenn sie sich in Höhe des Seitenständers bei
aufsitzendem
Fahrer (!) einige (2-3) Zentimeter nach oben in Richtung
Schwinge
bewegen
läßt möglichst jedoch ohne diese zu
berühren. Das
passt nicht immer so optimal, daher im Zweifel die Kette lieber etwas
lockerer als zu stramm spannen, sonst ruiniert man sich ruckzuck die
Lager!!! Man sollte die Kettenspannung
bei jedem Tanken kontrollieren - das dauert nur Sekunden und erspart
einem gewiss
jede Menge Geld, Arbeit und Ärger.
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SIGMA Fahrradtacho mit Uhr
So ein Fahrradtacho ist ne Prima Sache, bietet dieser doch eine Reihe
nützlicher Zusatzinfos: exakte(!) aktuelle Geschwindigkeit,
Durchschnittsgeschwindigkeit, Fahrzeit, Tageskilometer, Gesamtkilometer
sowie die Uhrzeit.
Der Anbau, insbesondere des Impulsgebers war etwas fummelig, da die
Speichen zum einen dicker sind als bei einem Fahrrad und zum anderen
der Abstand Gabelrohr <-> Speiche
größer ist. Den
Magnethalter habe ich mit einem Akkubohrer für die dickeren
Speichen aufgeweitet, den Impulsgeber am Gabelrohr mit zwei
Kunstlederstreifen (alter Gürtel) etwas aufgefüttert
und mit
Kabelbindern fixiert, siehe Foto. Das Kabel habe ich dann noch durch
den Faltenbalg gefummelt damit das auch ordentlich ausschaut.
(Zwischzeitlich habe ich gesehen, das es von Sigma auch Tachos speziell
für Motorräder gibt, eventuell gestaltet sich damit
der Anbau
etwas einfacher...).
Da am Lenker kein überzeugender Platz für den Tacho
zu finden
war, habe ich mich für den linken Blinkerschaft entschieden
(der
auch noch zufällig genau den richtigen Durchmesser hat) - wie
ich
finde ein wirklich guter Ort für das Ding.
Übrigens: mein Yamaha-Original-Tacho geht konstant etwa 4km/h
vor
- egal ob bei 90 oder 150. Das bestätigt mein lange gehegtes
Gefühl, das der Yamaha-Tacho relativ genau geht, will
heißen
160 auf´m Tacho sind in der Tat auch knapp echte 160.
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| Der Impulsgeber - wichtig: ein möglichst
kleiner Abstand
zum Magnet! |
So siehts aus der Fahrerperspektive aus |
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Luftfilter
Mal Hand aufs Herz: wer guckt schon regelmäßig nach
seinem
Luftfilter und wäscht ihn aus? Und: wie alt ist eigentlich das
Schaumstoffteil mittlerweile?? Wer in den Bergen unterwegs ist und das
Mopped schon bei moderaten 1500m gewaltig das Husten anfängt,
muß nicht gleich den Vergaser zerlegen - in vielen
Fällen
ist der Luftfilter die Hauptursache für die Probleme!
Läßt sich ja denkbar einfach testen: einfach mal
ausbauen
und ein paar Meter ohne fahren. Mit "Glück" ist er nur
ziemlich
verschmutzt und eine gründliche Reinigung genügt.
Oder der
Schaumstoff ist (wie bei mir) nach vielen Jahren einfach
völlig
fertig und muß komplett erneuert werden! Im Laufe der Zeit
verdichtet sich der Schaumstoff nämlich zusehends und wird
spürbar undurchlässiger für Luft, da hilft
auch
gründliches auswaschen nicht mehr. Da es ein schleichender
Prozeß ist, sieht man das nicht auf den ersten Blick. Nach
meiner
Erfahrung schadet es nicht nach ca. 5 oder 6 Jahren sich ein neuen
Filter zu gönnen (kostet mit ca. 15 EUR auch nicht die Welt).
Tipp: es gibt von TwinAir speziell für die 1VJ
Zubehörfilter
mit höherem Luftdurchlass! Legales Tuning
gewissermaßen...
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